Wohnmobil Reisebericht Portugal - Alcobaça - Museum

    Museumstipp: Alcobaça - Museu das Máquinas Falantes

    Das "Museum der sprechenden Maschinen" von Alcobaça

    Beim Stöbern durch die Prospekte der Touristeninformation in Nazaré fanden wir ein Faltblatt von Alcobaça mit dem vielsprechenden Namen "Museum der sprechenden Maschinen" - da sind wir neugierig geworden.


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    In einem wunderschönen blauen „Kachelhaus“ verbirgt sich dieses Museum, das erst 2024 eröffnet wurde. Museu das Máquinas  Falantes Alcobaça –  „Museum der sprechenden Maschinen“, das sich dem Klangerbe, der Telekommunikation und dem Rundfunk widmet.

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    Entstanden ist das wundervolle Museum aus einer Privatsammlung eines ehemaligen Mitarbeiters des Nationalen Rundfunksenders RDP. Neugierig erkunden wir  die Ausstellungsräume mit ca. 1000 Exponaten, die sich über 2 Etagen erstrecken und begeben uns auf eine Zeitreise, die anschaulich die Entwicklung der Ton- und Kommunikationstechnik vermittelt.

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    Im ersten Bereich treffen wir auf historische Phonographe, Grammophone, Musikdosen und eine Sammlung von Walzen (den Tonträgern für Phonographen) mit echten Relikten.


    Die ersten Phonographen

    Den Beginn der Tonaufzeichnung und des Rundfunks begann mit dem ersten Phonographen, den Thomas Edison als erste „Sprechmaschine“ erfand. Sie war der Vorläufer des Grammophons und der Schellackplatte und nutzte Zinnfolienwalzen. Diese verbesserten Alexander Bell und Charles Tainter später und machten es mit wachsüberzogenen Pappwalzen kommerziell rentabel.

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    Die ersten Grammophone

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    Emile Berner erfand ein System zur wiederholten Aufnahme und Wiedergabe von Ton – die Schallplatte und gründete seine „Gramophone Company“ .

    museo das maquinas falantes schallplatten

    Bei Emile Berliners Grammophon bewegte sich die Nadel horizontal nicht vertikal wie beim Phonographen. Diese Erfindung aus Grammophon und Schallplatte war eine Revolution, denn sie ermöglicht auch die industrielle Fertigung, die die Klangverzerrung der Walzen reduzierte. Die ersten Schallplatten entstanden aus einer Mischung von gehärtetem Gummi, Baumwolle und Schieferpulver und später verwendete man ein 1896 erfunden Kunstharz – Schellack. Dank seiner verbesserten Klangqualität ersetzte die Schallplatte die Wachswalzen – und die Glanzzeiten der „Victor Talking Machine“ und des Markenzeichens „His Master`s Voice“ begannen.

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    In der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts wurden Grammophon und Schellackplatte allmählich durch Aufkommen von High Fidelity durch Vinyl-Schallplatten und Plattenspieler ersetzt.


    Der zweite Bereich konzentriert sich auf elektrische und elektronische Geräte für Telekommunikation und Rundfunk.

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    Eine Sammlung von Telefonen ist ebenso prächtig wie die Stereoanlagen und -konsolen, die in Möbel eingebaut wurden. Radios, Plattenspieler und Lautsprecher wurden miteinander kombiniert und Gegenstand des Haushalts vieler Familien.

    Etwa 2 Stunden waren wir in diesem interessanten Museum, das uns die Entwicklung von 1800 bis heute vorstellt und uns mit den historischen Geräten den rasanten Fortschritt der Technik vor Augen führt. Nur durch Zufall entdeckt, ist es ein Museumstipp für Portugal und für alle, die Alcobaça besuchen.