Kleine Bergdörfer in Kantabrien: Pendes und Toranzo
Castañar del Habario - Uralte Kastanienbäume von Pendes
Das warme Wetter lockt uns zu einem Spaziergang. Von der N621 nach Süden schlängelt sich eine Straße in ein Seitental zum Dörfchen Pendes mit nur 49 Einwohnern - wir fahren noch weiter zum Castañar del Habario.
Castañar del Habario

Ein wundervoller Picknickplatz, umgeben von alten Kastanienbäumen und Aussicht auf die Desfiladero de la Hermida nutzen wir gleich aus und verschmausen unsere selbstgemachte Tortilla.

Der Castañar de Pendes - besser bekannt als Castañar del Habario - ist ein wahrhaftes Naturparadies. Vom Picknickplatz bringt uns ein Pfad direkt in einen Wald aus 200 uralten Kastanienbäumen, die sich majestätisch den Hang entlangziehen und von denen einige einen Umfang von bis zu 12 Metern aufweisen. Ihr Alter ist nicht genau bestimmt, aber da Edelkastanien 500 bis 600 Jahre und manche sogar 1000 Jahre alt werden können, haben diese monumentalen Riesenbäume sicherlich ein enormes Alter.

Die Kastanien leuchten in warmen herbstlichen Farben mit noch grünen und rostfarbenen Blättern. Der Habario de Pendes wird von der Stifung "Steps for Life" betreut und von den Einheimischen wie ein Schatz gepflegt.
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Die jahrhunderte alten Bäume liegen vor imposanten Gipfeln der Pena Ventosa und der Picos der Europa und liegen am Pilgerweg des Camono Lebaniego auf dem Weg zum Kloster Santo Toribio am Fuß des Monte La Viorna bei Potes.

Die Route ist ein gemütlicher Spaziergang durch den Kastanienhain und steigt dann auf einem kleinen Pfad zum Dörfchen Cabañes, malerisch vor dem Hintergrund des 1192 m hohen El Cochizo.


Statt über Feldwege nehmen wir für den Rückweg zum Kastanien-Picknickplatz die Straße und werden mit phantastischer Aussicht auf den markanten Pena Ventosa belohnt.

Wandertrack: 3.4 km, Min Höhe 451 m, Max. Höhe 564 m
Etwa eine Woche nach unserem Besuch, bricht im Kastanienwald ein Feuer aus und 3 der noch erhaltenen Stämme fallen den Flammen zum Opfer.
Valle de Toranzo
Die Sonne versteckt sich heute hinter dicken Wolken und hin und wieder wabern Nebelwolken durch Potes. Als der Himmel nicht mehr ganz so grau erscheint, wagen wir einen kleinen Ausflug zum Mirador de Toranzo.


Von Potes fahren wir etwas nördlich ins Valle Cerceira und biegen "rechts ab" mit herrlichem Blick auf das Tal und La Vega. Das kleine Dorf Toranzo im gleichnamigen Tal liegt auf 758 m Höhe und zählt 42 Einwohner.

Ziel unseres Ausfluges dorthin ist der Mirador del Toranzo mit einer phänomenalen Aussicht auf das Valle de Toranzo mit seinen Weiden und den steilen Bergen im Hintergrund.

Trotz des "fieseligen" Wetters laufen wir einen Rundweg vom Mirador durch das Dorf und ein wenig durch das Tal.


Wandertrack: 2.1 km, Min Höhe 639 m, Max. Höhe 759 m



