Bauernmarkt und Wochenmarkt Kalamata
Kalamata: Fleischmarkt und Fischmarkt in der Markthalle
In Kalamata ist Samstags und Mittwochs Wochenmarkt – wir lieben Märkte – und müssen natürlich dorthin. Am Wochenende sei er besser bestückt – so haben wir gehört. Heute fahren wir zur neuen Markthalle – es ist schwer, einen Parkplatz zu erwischen, aber mit unserem kleinen Roller finden wir schnell eine Lücke und stürzen uns ins Getümmel.

Die alte kleinere Markthalle in der Altstadt wurde mittlerweile in ein Archäologisches Museum umgewandelt ist, das werden wir später natürlich auch besuchen. Die Markthalle selbst besteht aus verschiedenen Bereichen – beginnend am Eingang mit Tavernen und Kafenions, kleine Bäckereien, Kräuterhändlern, Obst- und Gemüsehändlern mit kleinen festen „Läden“. Daneben reihen sich unter der langen Veranda und auf einem großen Platz hinter der Markthalle die Bauern und Markthändler mit frisch geernteten Orangen, Mandarinen, Äpfel, Birnen, Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln, Tomaten, Sellerie, Eiern, Spinat und vielerlei Grünzeug, deren Namen wir nicht kennen. In den Tropen fanden wir das Blattgemüse einfach unter dem Sammelbegriff „Island Cabbage“.

Die Fischhändler finden wir im zentralen Bereich mit einer tollen Auswahl an frischen Fischen und Meeresfrüchten. Wir suchen uns heute kleine Tintenfische aus. Es herrscht eindeutige Arbeitsteilung: Männer verkaufen die Ware und Frauen stehen an Arbeitstheken mit fließendem Wasser, um die Fische auszunehmen. So erhalten wir nach einigen Minuten unsere ausgenommenen Tierchen, super Service.

Im folgenden Marktbereich ist die Präsentation von Fleisch oder besser gesagt toten Tieren für manche Touristen eher ungewohnt und vielleicht sogar erschreckend - wir reisen, um andere Länder, deren Sitten, Gebräuche und Menschen kennen zu lernen. Wer sieht beim Metzger in Deutschland Schweineköpfe, Tierhälften mit Kopf..... Dort liegt alles fein zerteilt in der Auslage – und im Supermarkt wird es in Kunststoff-Verpackung portionsweise angeboten. In Griechenland sehen wir in den Auslagen der Fleischer und Metzger die Tiere in ihrer Größe - und finden das gut so.

Wir sind nicht zimperlich – wir denken gern an den Freiluft-Metzger auf Vanuatu zurück, der seine Fleischstücke einfach in den Baum hing. Ein Ziegenkopf ohne Haut, aber mit Augen und Zunge "schaut" uns hier an und die aufgeschnittenen Tiere hängen kopfüber in verglasten Theken – da läuft kein Blut, alles ist sauber, wir sehen Stempel von Fleischbeschauern. Auf einem großen Holzklotz werden die Fleischteile geschnitten – gerade so, wie der Kunde es wünscht.
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Für uns neu ist geräuchertes Fleisch – das probieren wir natürlich und nehmen ein Stück mit. Fertig gekochte Schweinebratenstücke mit Gewürzen und Orangen gekocht sehen auch lecker aus – also noch ein Stück in die Einkaufstasche. Und an so einer geräucherten Wurst, die schon in Mundhöhe hängt, kommen wir natürlich auch nicht vorbei.
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Eigentlich essen wir die letzten Jahre recht wenig Fleisch und wenn, dann „Bio“ - aber hier lassen wir uns einfach mal verführen. Leider werden wir enttäuscht - das Fleisch ist so salzig, dass es uns nicht schmeckt.











