Insel Revøy - Korshavn - Korshamn
Südnorwegen Lyngdal - Korshamn
Nach einem dunkelgrauen Tag erfreuen uns seit heute Vormittag Sonnenstrahlen in Lyngdal - es weht nur ein leichter Wind - perfekt für einen Wanderung bei Korshamn auf der Insel Revøy am Nachmittag.
Niedrige Wolken und Nebelfelder liegen auf der Landschaft, je näher wie der Küste kommen - oh je, keine Sicht mehr auf die Küste? - wie schade! Wir lassen uns nicht entmutigen und fahren weiter entlang des 12 km langen Rosfjords nach Süden und zur Stahlseilbrücke, die die Insel Revøy an der Mündung des Grønsfjords mit dem Festland verbindet.

Anders als viele andere kleinen Hafenorte in Südnorwegen hat Korshamm noch etwa 100 ständige Einwohner und einen aktiven Fischerhafen - einige der Fischerboote liegen gerade am Kai.

Eine manchmal nur 1 m breite Gasse schlängelt sich durch die südlichen schmucken weißen Häuser mit Blumen und maritimer Dekoration entlang durch Korshavn bis zum Meer - direkt an den Haustüren und kleinen Gärten vorbei, die vor einer steilen Felswand ihren Platz gefunden haben.



Dann endet die Gasse und wir stapfen weiter durch einen lichten Birkenwald - es ist ja nur grau und regnet nicht! Sollen wir zum Aussichtpunkt Ulvåsen laufen oder nicht?

Na kla, wenn wir schon einmal hier sind!

Wir klettern durch viel nasses Gebüsch, können auf Korshavn schauen, das sich für einen Moment kurz aus seinen Nebelschwaden zeigt, und vor dem Ziel ist der Weg von dicken Felsen dekorativ umrahmt.

Wir sind gespannt, ob wir ein bisschen Sicht auf die Küste haben. Na ja - ein bisschen schon!



Eigentlich wollten wir ja eine Rundwanderung und einen Aufstieg zum Vakthuset (Wachhaus) unternehmen - heute nicht so das richtige Vorhaben. Als gehen wir zurück nach Korshavn... und oh Wunder - fast keine Wolke mehr über uns!


Der ankommende Segler hätte sich bestimmt bessere Sicht an der Küste gewünscht - und läuft nun bei herrlichem Sonnenschein nach Korshavn ein.

Da stapfen wir auch los zur Vaktusheia auf der Inselmitte von Revøy und zum Vakthuset von Korshamn. Das alte Wachhaus von 1852 war Unterstand und Ausguck für Zollbeamte und später durch seine weiße Farbe auch ein Seezeichen - leider brannte es am Palmsonntag 1973 nieder. Mit 2x2 m und Stehhöhe kostete der Wiederaufbau der norwegischen Küstenverwaltung 16000 NOK.

Der Rundumblick ist phantastisch - zum Festland türmen sich dicke weiße Wolken am Horizont auf und zur Seeseite sind felsige Buchten und kleine Inselchen aus dem Seenebel aufgetaucht.




Welch ein herrlicher Blick auf die Südküste von Norwegen mit Schären-Inselchen nach der mystischen Nebelschicht !
Wandertrack: 3.3 km 109 Höhenmeter
