Landschaftsroute Fv 51 Valdresflya 

Wanderungen rund um den Gjende-See Nationalpark Jotunheimen

Ausflüge rund um die Landschaftsroute Fv 51 Valdresflya

Die grandiose Landschaft rund um den Gjende-See lässt uns nicht los – wir erleben 2 tolle Wochen im westlichen Nationalpark Jotunheimen. Das Sommerwetter ist nach unserem Geschmack – nicht zu heiß und mit nur einem Regentag.

Über de Landschaftsroute Valdresflya kommen wir zum Gjende See. Die herrliche Natur lädt immer wieder zu einem Stopp ein - wir können nicht einfach so dahinbrausen - wir genießen die Aussicht auf die imposante Landschaft an gut positionierten Rastplätzen. Die letzte Nacht verbringen wir mit spektakulären Fernblick auf den Bygden-See. Am Abend ziehen dichte Wolken auf und es prasselt aufs Wohnmobildach. Doch der Spuk ist nach einer halben Stunde schon vorbei und um 22 Uhr reisst der Himmel auf - die Sonne will wohl noch immer nicht schlafen gehen.

landschaftsroute valdresflya

Der Norwegische Wanderverein „Den Norske Turistforening“ ist Norwegens größte Natur- und Freizeitorganisation. Mit seinem Wanderwegenetz, das im Sommer markant mit kleinen Steinpyramiden und einem roten “T” gekennzeichnet ist , lädt er uns zu Naturerlebnissen ein, die Spuren hinterlassen - nicht in der Natur, sondern in unseren Seelen.

gjende

Die Königin unter den Gebirgsseen Norwegens ist der Gjende mit seinem smaragdgrünen Gletscherwasser. Die Gletscher führen Schlamm mit winzigen Tonpartikeln, die in der Sonne reflektieren. Bei unseren Wanderungen zum Gjendehorn und auf dem Weg zum Besseggen-Grat – der Ikone der Norwegen-Wanderungen - schimmert der Gjende in der Tiefe unter uns in einem traumhaften Postkartenmotiv.

reinevangen gjendeosen

Auch die Pfade von Reinsvangen nach Gjendeosen durch kleine Birkenwälder und über glattgeschliffene Felsen bescheren schon wunderbare Ausblicke auf den Bergsee und den Bessegen. Wir sind ihn 2 mal entlangspaziert – mal links- und mal rechtsherum – und entdeckten eine bunte Pflanzenwelt mit Überlebenskünstlern der Natur in bunten Farben.

sjoe bruecke

Das abfließende Wasser des Gjende-Sees bildet den Fluß Sjoa, der sich gleich in der Nähe von Maurvangen durch eine wilde Felsenschlucht zwängt und über eine abenteuerlich angelegte Holzbrücke überquert werden kann. Das blaue-türkisfarbene Gletscherwasser rauscht farblich toll akzentuiert durch eine Schlucht von kolossalen schwarzen Felsbrocken. Ab dann fließt es gemächlich gen Norden und wir spazieren gemütlich an seinem Ufer. „ Schau mal, läuft dort ein Esel? - Nicht möglich – mit Geweih? - Da muss ein Rentier sein“. In aller Ruhe trottet das Rentier langsam weiter – und wir nähern uns vorsichtig, um es nicht zu vertreiben – es ist die Spaziergänger gewohnt – bleibt stehen und beäugt uns, bevor es langsam weiterzieht. Ein paar Tage später besucht es uns doch tatsächlich auf der anderen Seite des Flusses und verspeist so einiges an Rentiermoos, bevor es sich schnaubend davonmacht.

rentier parkplatz

Der Ovre-See wird vom Sjoa-Fluss verspeist und liegt malerisch mit bewaldeten Ufern umgeben von Bergriesen im Osten. An der Nordseite liegt ein kleiner Hügel, den wir wunderbar auf einem kleinen 2 km Spaziergang umrunden. Eigenwillig gewachsene Kiefern verströmen ihren harzigen Geruch in der Sonne. Könnte man den eigenwillig platzierten Felsen hinunterschupsen, den wir auf einem Felsenbuckel entdecken?

ovre see

Ein tolles Erlebnis ist die Wanderung zum Gipfel des Bitihorns von 1600 m, der markant aus der Hochebene aufsteigt und den Blick auf eine beeindruckende Berglandschaft aus bizarren Felsformationen, Schneefeldern, reißenden Schmelzwasserflüssen, klaren Seen und dem größten Bergsee Norwegens „Bygden“, bunten Blumenteppichen und leuchtend grüne Wiesen schweifen lässt.

Auf dem Weg zum Gjende ist auf der Landschaftsroute Valdresflya die Raststätte Flya 1389 mit dem Startpunkt zur Wanderung auf den 2000 m hohen Rastletind. Ein lockendes Ziel mit Hindernissen auf dem Weg: wir waten durch Schneefelder und kraxeln über Felsbrocken.

Unser letzter Wandertag ist der Ausflug zum Bergsee Bessvatnet, der auf 1300 m einfach durch einen bequemen Aufstieg ab Bessheimen erreicht werden kann. 

Nach dieser Zeit sind unsere Vorräte im Kühlschrank aufgebraucht - keine frischen Lebensmitteln mehr an Bord - und unser Gasvorrat zum Kochen, Backen und Heizen neigt sich dem Ende zu. Ein Grund, die "Zivilisation" aufzusuchen!

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