Mandal - Uranienborg und der Hafen
Holzboote - Motoren - Historisches in Mandal
Wenn wir von Halandshaia nach Mandal fahren, sehen wir als erstes die große Mandal Kirke - die Stadtkirche, die etwas abseits des Stadtzentrums liegt. Sie ist mit 1800 Sitzplätzen die größte Holzkirche Norwegens.

Ein kleiner Wegweiser verleitet uns, zum Aussichtspunkt Uranienborg - 62 m ü.d.M. - zu stapfen und durch ein Fernrohr, in die Stadt hinunter zu schauen.

Das erste Fernrohrhäuschen wurde 1862 erbaut. Der Überlieferung zufolge wurde das Fernrohr des russischen Linienschiffes "Ingermanland" dort aufgewahrt. Das Schiff havarierte in einem Sturm an der Küste - von 892 Personen konnten u.a. von Booten aus Mandal 503 gerettet werden. Als Dank stiftete Zar Nikolai I. der Stadt ein Legat von 2000 Dukaten.
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Entlang der Hafenpromenade spazieren wir über eine schwungvolle Fußgängerbrücke - die Adolph-Tidemann gewidmet ist, dem berühmtesten Künstlers Mandals - und überqueren den zweitgrößten Fluss in Südnorwegen "Mandalsselva".

Als Segler schauen wir im Gästehafen, welche Urlauber wohl bis nach Norwegen gesegelt sind - neben Dänen liegen hier Boote aus Holland, Deutschland und Polen. Wir nutzten den Hafenservice der Waschmaschinen und schlendern weiter bis zur Mündung des Mandalsselva.

Neben modernen Segelyachten und Motorbooten schaukeln traditionelle norwegische Holzboote an einem Steg vor einer historischen roten Speicherhalle:

Eine traditionelle Sjark (oder Snekke) - ein bauchiger Dieselkutter - der oft als Arbeitsboot in der Küstenfischerei eingesetzt wurde - ein schönes klassisches Segelboot und kleinere Holzboote. In einem davon steht offen ein rustikaler Motor der Marke Marna.

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Diese MARNA Motoren wurden von der Mandal Motorenfabrik gebaut, die 1918 gegründet wurde und für ihre robusten Benzin- und Dieselmotoren bekannt waren. Durch die Fenster der alten Werkstatt hier am Hafen schauen wir auf eine Sammlung verschiedener historischer Modelle in ihrer charakteristischen grünen Farbe.

Am Kai liegt auch ein historischer Schlepper - Storegut 2 - der über 80 Jahre lang als Eisbrecher im Einsatz war. Gebaut wurde er 1923, Größe mit 61 x 16 x 8 englisch Fuß und ursprünglich einem Dampfmotor mit 2 Zylindern 219 PS, 180 u/min.

Morgen wandern wir den "Laksestigene" - das ist ja spannend - warum heißt er so?



