Gold in Queensland - Western Creek Station

Goldsuchen in Queensland - mit dem Wohmmobil ins Outback 

Western Creek Station - der Geheimtipp unter Goldsuchern in Queensland

Rund um Georgetown wurde seit 200 Jahren nach Gold gesucht – und es wurde auch tonnenweise gefunden. Der Goldrausch so um 1880 brachte vielen Orten hier im Outback am Savannah Way goldene Jahre – es wuchsen aus dem Nichts geschäftige Städte – die nach Erschöpfung der Goldminen in den Schlaf fielen – und so sehen sie auch heute aus – verschlafene Dörfchen mit gerade mal 20 oder 300 Einwohnern.

Die Holzhäuser sind auf großzügigen Grundstücken auf vertrockneter Wiese gebaut, jedoch alle auf Holzpfählen, denn wenn es hier regnet, schüttet es und das Wasser steht einfach auf dem vertrockneten Boden und läuft nur langsam ab. Der Ort hat nicht viel zu bieten – aber ein Highlight für uns: einen öffentlichen erfrischenden Swimmingpool – unglaublich, rundherum nur karge Steppenlandschaft, der Fluß am Ort besteht nur aus einem vertrockneten sandig staubigen Flußbett – und wir aalen uns im kühlen Naß. 

auf dem weg zum westerncreek

Und dann geht es ab in den Busch: Western Creek Station – eine Rinderfarm mit 600 Rindern bietet ihr Grundstück den Hobby-Goldsuchern an – und das Angebot lockt Goldsucher aus ganz Australien – ob aus dem fernen Westen oder aus dem tiefen Süden – mit Golddetektoren ausgerüstet wird das etwa 10 x 10 km Farmland nach dem begehrten Metall abgesucht. 2004 wurde ein Nugget von 1 Unce gefunden und seitdem reißt der Strom der träumenden Männerschar nicht mehr ab. Frauen sind eigentlich nur als Begleitung zu sehen – nur hin und wieder läßt sich eine Dame auf dem Boden suchend sehen – das ist aber eher die Ausnahme. 

rinderfarm rindefarm westerncreek

Also rundherum ein paar Hügelchen, rote staubige Erde, ein paar ausgetrocknete Bachbetten und Steine – viele Steine in allen Größen – beschattet von spärlich beblätterten Büschen oder kargen Eukalyptusbäumchen. Und vertrocknetes Spinnifexgras – im Mai hat es nach jahrelanger Trockenheit geregnet! - und immer wieder Kuhfladen – oder besser gesagt Rinderfladen – denn diese wandern überall herum auf der Suche nach ein paar saftigen Grashalmen.

auf dem weg zum goldsuchen in queensland campground donky

;Morgens um 7 werfen die Frühaufsteher ihren 4x4 Geländewagen an und erkunden an geheimen Stellen das Gelände. Mit Metalldetektoren zwischen 3000 und 10 000 Dollar ausgerüstet und immer dem Gedanken – alles ist möglich. So auch Terry – Frau Sarah liest derweilen ihren Bücherstapel durch – er kommt schon seit 4 Jahren hierher und findet immer etwas: Schau mal, diese beiden Flakes habe ich vorgestern gefunden, davor hatte ich leider 2 Tage kein Glück, aber gestern lag dieser kleine Nugget dort drüben.... und so werden des Abends die Funde begutachtet.

Rob sucht eigentlich immer in Westaustralien und will nun hier einmal das Gebiet austesten. Es gefällt ihm überhaupt nicht, dass er hier für das Betreten des Geländes bezahlen muss – das ist in WA ganz anders! Er ist mit seiner Frau seit 7 Jahren im Wohnwagen unterwegs – bestreitet Ihr Euren Unterhalt mit den Goldfunden, frage ich mutig – und erhalte nur eine verwaschene zögerliche Antwort. War vielleicht ein bisschen zu neugierig – aber es schein doch eine Menge dabei herauszukommen in Westaustralien... Vielleicht auch ein Ziel für uns??? Demnächst einmal???

goldsuchen in queensland goldsucher in queensland

Günther untersucht die Bachbetten rund um den Campingplatz und erforscht ein Hügelchen – aber leider ohne Erfolg. Eine 4x4 müßte man haben, dann könnte man auch entferntere und schwer zugängliche Gebiete erforschen – da kommt Gerrys Angebot aus Perth gerade recht. Schon ziehen die beiden los, durch ein steiles Flußbett, über Stock und Stein fast senkrecht die Berge hinauf oder hinunter. Gerry hat einen superteuren Metalldetektor und sieht selbst auch aus, wie von Minelab ausgestattet.

western creek am abend Mit GPS, Satelitentelefon, Minelab-Overall, T-Shirt und Kappe und superteurem Detektor. Seine Ausbeute ebenfalls nur Patronenhülsen oder Nägel. Und für Günther doch kein Souvenir vom Western Creek? 3 x 2 Tage in der sengenden Hitze – kein Glück – aber dann am letzten Tag zusammen mit Terry's Hilfe – der hat halt ein Gespür dafür mit seinen 75 Jahren – ein kleines Flake wandert in das Sammelröhrchen, das bisher nur Nägel, Zaundraht, Blei- oder Zinnstückchen aufzuweisen hatte. Und auch am Long Gully findet Günther eine Zinn-Mine und Kristall-Steine – aber leider kein goldiges Nugget. Doch so einfach im Busch übernachten, nur umgeben von Eukalyptusbäumen, Termitenhügeln – im Schein des Lagerfeuers unterm Sternenhimmel – was brauchen wir da noch Gold?

gefällt mir !
5 von 5 - 13 Bewertungen
Vielen Dank für die Bewertung dieses Beitrags.