Die Altstadt von Pontevedra in Galizien
Die Galizische Stadt, in der der Fußgänger König ist: Pontevedra
Wir bleiben mehrere Tage in Pontevedra und flanieren auf Entdeckungstour durch die Altstadt von Pontevedra, die für den Autoverkehr gesperrt ist, international als ein Vorbild der Stadtplanung ausgezeichnet und der 2014 in Dubai der "UN-Habitat-Weltstadtpreis" verliehen wurde.
Vor 1999 gab es so viele Autos wie Einwohner - heute sind 30 000 Quadradmeter Altstadt mit 500 Straßen ein Ort der Ruhe.

Die monumentale Stadt ist bekannt für sein historisches Zentrum mit schönen Häusern, Denkmälern und mittelalterlichen Plätzen. Entspannt spazieren wir durch das Labyrinth der anmutenden Gassen mit wappengeschmückten Herrenhäusern mit Arkaden.

Schon 1951 wurde der mittelalterliche Stadtkern zum historisch-künstlerischem Denkmal erklärt als lebendiges Zeugnis mittelalterlicher Pracht.
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Die Plaza de la Herreria ist ein guter Ort, um dem Treiben zuzuschauen und "Dos Cortados y Pinchos" zu genießen. Wir werden umrahmt von modernistischen Gebäuden wie dem Edificio de Ferreira mit grünen Fensterrahmen, den Orangenbäumen im Casto-Sampro-Garten mit Springbrunnen und der der Iglesia de San Franzisco im Hintergrund.



Aus Granit sind fast alle Gebäude erbaut, verschönert mit verglasten Balkonen, dem typischen Merkmal der galizischen Architektur in dieser Region.

Die Plaza de San José wird beherrscht vom Cafe Moderno aus Granit, Gusseisen und edlen Holzarbeiten, das Anfang des 20. Jahrhunderts von einem in Kuba zu Reichtum gekommenen Emigranten in Auftrag gegeben wurde.

Auf dem Platz umringt ein "Literarischer Zirkel - Monumento a la Tertulia" aus Bronzeskulpturen den aus Pontevedra stammenden Geiger Caros Casars und stellen ein Treffen im Cafe Moderno nach.

Inmitten des Praza de Verdura steht ein ikonischer Steinbrunnen, der zum Symbol geworden ist. Auf dem Platz des Gemüses" wurde an dem jeden Vormittag ein Gemüsemarkt abgehalten.
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Auf der Placa de la Peregrina begegnet uns die Skulptur des Papageis Ravachol. Aufgrund seines liebenswerten Charakters erfreute sich Ravachol großer Beliebtheit bei den Kunden des Apothekers Don Perfecto Feijoo. Er kündigte Don Perfecto sofort an, dass ein Kunde das Geschäft betreten habe und sorgte auch dafür, dass niemand ohne Bezahlung ging. Nach seinem Tod wurde während des Karnevals 1913 ein großes Begräbnis für ihn abgehalten und seitdem wird es jährlich nachgestellt.
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Nicht weit vom Springbrunnen "Los Ninos" hören wir Musik - da müssen irgendwo Musikanten sein. Es ist eine Gruppe "Tunas", die in ihren traditionellen Kostümen aufspielen. Die "Tuna universitaria" ist eine kulturelle Tradition Spaniens, die im späten Mittelalter ihren Anfang bei mittellosen Studenten nahm und zu wandernden Musikgruppen wurden, die ihre Serenaden als Tausch gegen Essen oder Almosen auf den Straßen sangen. .
Die "Tuna" bestehen immer aus kleinen Gruppen mit Zupfinstrumenten, meistens Bandurrias oder spanischer Laute. Auffällig sind die historisch inspirierten Kostüme, die die Ästhetik des "Goldenen Zeitalters Spaniens" wieder aufleben lassen. Charakteristisch sind schwarze Umhänge, die oft mit Wappen oder Emblemen der Städte und Universitäten verziert ist, die der Tuno besucht hat.
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Zahlreiche bunte Bänder, die ihm von Bewunderern, Freunden oder Familie geschenkt wurden, verschönern den Umgang. Eine Stoffschärpe "Beca" wird in V-Form über der Brust getragen und hat die Farbe der Universität, an der er studiert hat.








