Auf der N621 von Potes zum Puerto de San Glorio
Monumento del Oso am Collado de Llesba
Das Wetter spielt verrückt - 20 Grad in der Nacht, 28 Grad über Tag - ideal für eine Rollertour. Unsere erste Idee ist ein Aussichtspunkt an der Nationalstraße 621 Richtung Süden nur 10 km von Potes entfernt - aber unterwegs "rollen" wir einfach weiter.

An einem Rastplatz vertreten wir uns die Beine und bewundern wieder einmal die herrliche Landschaft um uns herum. Es ist leicht windig geworden.

In einer scharfen Kurve der Straße sehen wir im Süden den Pass des Llesba - noch 13 km hinauf - magnetisch zieht es uns dorthin.

Wir folgen dem Verlauf des Flusses Quiviesa im Verlauf des Cerecea-Tals und gewinnen einen wundervollen Blick auf den eckigen Pena Bricia (1286m). Die Straßenführung beginnt auf sanften Hängen, bevor die Steigung mit langem Anstieg über viele Kilometern langsam zunimmt und den Hang des wunderschönen Felsmassives des Penas de la Horcada Cimera (1767m) und Pena LLesba (1819 m) überwindet.

Die Straßenbauer haben eine perfekte Straße geschaffen - Kurve um Kurve - klettert sie auf 1609 m über dem Meeresspiegel zum San Glorio Pass.Unser Roller hat schon ein wenig Mühe, uns die vielen Kilometer hinauf zu fahren, denn es baut sich ein enormer Gegenwind auf.

Ein toller Aussichtspunkt auf der Strecke nach 23 km ist der Mirador del Corzo - verziert mit einer Metallskulptur eines Rehs und mit einer atemberaubenden Aussicht.

Sie ist aber - trotz des herrlichen blauen Himmels - nicht so leicht zu genießen, da es richtig stürmisch ist.

Aber wir wollen noch weiter hinauf. Der Wind bläst uns entgegen und unser Roller kriecht nur noch die spektakulären Serpentinen hinauf, so schwer hat er es bei manchen scheinbar nicht enden wollenden Teilabschnitten mit 11 % Steigung.

Über 2 km geht es nun gen Südwesten gegen den starken Wind.

Aber dann haben wir schließlich nach 26und 1318 Höhenmetern den San Glorio Pass in der Provinz Leon erreicht.


Hier ist riesiger (leerer) Parkplatz und eine kleine Ermita. Ein Straßenschild "2 km Collado des Llesba" zeigt auf eine schmale Straße - das schaffen wir auch noch..

Also drehen wir uns um 180 Grad und fahren in Gegenrichtung weiter - und der Roller saust mit Rückenwind die Strecke hinauf - obwohl sie mit 13 % viel steiler ist als bisher - bis wir das Plateau erreichen.


Am Collado de Llesba packt uns der Wind von allen Seiten

Wir tragen weiterhin die Rollerhelme als Windschutz für Kopf und Augen und müssen uns gegenseitig an die Hand nehmen, um nicht weggeblasen zu werden - denn wir stapfen noch zum großen Bären "Monumento al Oso".


Die Aussicht vom Collado des Llesba ist umwerfend und im wahrsten Sinne ist es hier atemberaubend.


Vor uns liegt die Naturlandschaft von Fuentes Corrionas und dahinter ein Meer aus Berggipfeln - ein unvergleichliche Blick auf die Picos de Europa, die in den Himmel ragen - phantastisch.
AEMET meldet am Abend Windgeschwindigkeiten von 110 km/h und Böen bis 136 km/h, der höchst gemessene Wert am Refugio Victoria in den Picos de Europa.
Rollertrack: 28.3 km 1419 Höhenmeter - Min Hähe 296 m, Max. Höhe 1676 m
