Wohnmobil Reisebericht Portugal - Tropfsteinhöhle Gruta de Santo Antionio

    Gruta de Santo António

    Tropfsteinhöhle Santo António

    Sollen wir es wagen, trotz des kalten Wetters in die Berge zu fahren und Tropfsteinhöhlen besichtigen? Regentage wechseln sich mit einigen Sonnenstunden ab – das Winterwetter ist außergewöhnlich kalt, so dass im Inland schon Schnee fällt.


    Zum Glück noch nicht im Parque Natural das Serras de Aire e Candeeiros. Auf dem großen Parkplatz der Gruta de Santo António haben wir eine tolle Fernsicht, die wir nach dem Wohnmobilplatz in der Stadt genießen. Der Wetterbericht über die Weihnachtstage sieht gar nicht so übel aus – und tatsächlich werden wir am Morgen von Sonnenschein geweckt, der die nächtlichen 8 Grad schnell vergessen lässt.

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    Wir kaufen ein „Kombiticket“ für den Besuch der Gruta de Santo António und der Avalos-Tropfsteinhöhle, die wir am in den nächsten Tagen besichtigen dürfen.

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    Zum Glück werden wir von einer Dame durch die Höhle geführt, die uns in englischer Sprache die Geschichte der Gruta de Santo Antonio erzählt und nur mit uns Beiden durch die Höhle wandert.

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    Und so wurde die faszinierende Unterwelt im Kalksteingebirge entdeckt: 1955 verschwand eine Dohle vor den Augen eines Jungen, der den Vogel beobachte und ihm folgte. Sie flog in ein mehrere Meter tiefes Dolinenloch, ohne wieder „aufzutauchen“. Neugierig kletterten später Steinbrucharbeiter mit Tauwerk in das Loch, seilten sich in die Tiefe ab und entdeckten die Wunderwelt eines Höhlensystems „gespickt mit Stalagmiten und Stalaktiten“. 

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    Der Teil der Tropfsteinhöhle, die uns Besuchern gezeigt wird, hat eine Fläche von 6 000 m². 

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    Durch kleine Gänge und über Treppen kommen wir in einen riesigen Hauptraum, der eine Innenhöhe von unglaublichen 45 m und eine max. Breite von 80 m erreicht. Seine Wände weisen verschiedene Höhlen und Nischen auf, die sind gefüllt mit zahlreichen Kalksteinformationen und schönen Stalaktiten und Stalagmiten.

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    In 50 000 Jahren hat die Natur hat dieses Wunderwerk geschaffen, das durch indirekte Beleuchtung gekonnt in Szene gesetzt ist und dadurch die natürlichen Farbe und die Transparenz von Kalksteinformationen hervorhebt.

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    Vielfältige Formationen und Skulpturen sind durch die stetigen Tropfen entstanden – die sich ähneln und doch immer unterschiedlich sind.

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    Die unterschiedlich geformten Gebilde werden von den kleinen Wassertropfen gebildet, die im Laufe der Jahrhunderte große Türme oder seltsam geformte Stäbe bilden, mal gerade ausgebildet, dann wieder krumm oder gebogen. 

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    Während es „draußen“ etwa 13° sind, haben wir bei der Besichtigung der Gruta de Santo António eine angenehme Temperatur von ca. 16 bis 18°. Dieses Klima gefällt auch Fledermäusen, die hier überwintern und einfach an der Decke hängen.

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    Die Tropfen hängen an der Decke oder bleiben an Wänden hängen, fallen auf den Boden und verdunsten irgendwann. Zurück bleibt eine dünne Kalkschicht, auf die der nächste Tropfen trifft und wieder verdunstet, so dass eine Kalkschicht über der anderen entsteht. Und irgendwann nach Tausenden von Jahren zieren die Höhlengewölbe zahlreiche Zapfen oder ganze Kalkvorhänge, die uns begeistern.