Pyrenäen - Ibòn de Gorgutes

Schöne Höhenwanderung bei Benasque zum Ibòn de Gorgutes

Zum nördlichsten Grenzpass des Valle de Benasque in den Pyrenäen

An Ende der A 139 beginnt der Aufstieg zum Puerto de a Glera – im Mittelalter ein wichtiger Übergang in den Pyrenäen zwischen dem französischen Luchon und dem spanischen Benasque.

Auf beiden Seiten des Passes wurde sog. Hospitäler errichtet, um Reisende bei Schlechtwetter aufzunehmen. Vom alten Hospital de Benasque sind nur noch wenige Mauern erhalten – das heutige ist eine Hotelanlage. In den 1970 Jahren entstand die Idee einer Straßenverbindung nach Frankreich im Tal von Benasque und die A 139 wurde gebaut. Doch der weiterführende Tunnel hier im Tal wurde nie verwirklicht. Die A 139 ist eine Sackgasse und ab hier geht es nur zu Fuß nach Frankreich. Diese Sackgasse der Straße von Benasque ist ein idealer Stellplatz für unser Wohnmobil. 

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Zwischen kleinwüchsigen Kiefern geht es gleich steil den Berg hinauf. Über vielfarbige Felsquader und Felsbrocken erklettern wir fast die Steigung. Dann geht es gemütlich über einen Wiesenhang und wir nähern uns dem Torrent des Gorgutes und begleiten ihn auf der linken Uferseite bis zu einem hölzernen Steg.

pico scarouxVor uns stets faszinierend der markante Gipfel des Pico Sacroux von 2671 m vor leuchtend blauem Himmel Durch eine große Weide-Ebene mit einer Vielzahl getrockneter Kuhfladen spazieren wir gemächlich einem Nordosthang entgegen, auf dem wir schon unseren schräg verlaufenden Weg quer über den Hang erkennen können.

Das Bergpanorama um uns herum ist überwältigend. Das Maladeta-Massiv ist das höchste Bergmassiv der Pyrenäen, an dessen Nordseite und Talschluss wir hier im Benasque Tal sind. Zum Greifen nah scheinen uns der Aneto-Gipfel mit 3404 m und die Spitzen des Alba mit 3118 m.

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Es geht an kleinen Tümpeln vorbei über eine Anhöhe und der Ibòn de Gorgutes liegt zu unseren Füßen. So gerade können wir noch den dahinter liegenden Pass erkennen – es ziehen graue Wolkenschwaden auf, die auch uns einhüllen.

Hin und wieder lichtet es sich und wir können die herrliche Landschaft genießen. Doch weiterlaufen zum Pass? Keine Sicht – kein Spaß! Beim Abstieg ziehen dicke Regenwolken auf, die uns aber nur erschrecken. 

Track der Wanderung: 5.8 km, Min. Höhe 1748 Max. Höhe 2328 m

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