Pyrenäen - Ainsa

In die Wohnmobil freundliche Stadt Ainsa in den Pyrenäen

Stimmungsvolle Altstadt und Bartgeier im Eco Museum in Ainsa 

Regen und 10 Grad über Tag – ein Tiefdruckgebiet zieht über die hohen Pyrenäen. Im nur 70 km entfernten Ainsa werden 20 Grad angesagt – also fahren wir dorthin!

Auf dem Weg tauschen wir unsere Gasflasche an einer Tankstelle und dann kurven wir durch die „berüchtigte“ Strecke der N 260 von Castejon de Sos nach Campos. Die sonst so großzügig ausgebaute Nationalstraße verwandelt sich in ein kleines kurvenreiches Sträßchen durch den Congosto de Ventamilio des Rio Esera.

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Hundert Meter hohe gerade Steilwände auf der einen Seite, eine kleine zerbeulte Leitplanke oder Betonmauern auf der anderen Seite, wo der Felsen auch steil bis zum unter uns liegenden Flussbett abfällt. Über der Fahrbahn schweben mehrere hundert Meter lang Fangnetze gegen Steinschlag.

n260 camposDie Schlucht verengt sich noch mehr – und warnende Schilder für eine Baustelle lassen uns Böses befürchten. Die Straße wird ausgebaut – aber die Fahrspur ist nun auf eine einzige verkleinert. Die Fahrbahn ist auf der einen Seite einfach abgeschnitten und 20 cm tif abgefräst – uh, bloß nicht mit dem Reifen abrutschen! Auf der anderen Seite sind dicke rohe Beton-Trennmauern zum Abgrund aufgestellt - Fahrbahnbreite? - Vielleicht 10 cm auf jeder Seite hat unser Wohnmobil noch Luft.....

Dann ist diese „grandiose“ Strecke geschafft und es geht im flotten Tempo weiter nach Ainsa. Ainsa liegt in der historischen Grafschaft Sobrarbe auf einem Hügel am Zusammenfluss der Flüsse Cinca und Ara. Ein großzügiger Wohnmobilstellplatz liegt direkt im oberen Teil der Stadt am Burggraben des Castillo von Ainsa.

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Das kleine mittelalterliche Städtchen aus dem 12 und 13. Jahrhundert gleicht einer Bilderbuchstadt aus dem Mittelalter und ist voller Leben. Die Restaurants auf dem Plaza Mayor haben ihre Tische unter Arkaden aufgestellt, kleine Geschäfte für Souveniers verstecken sich hinter alten Holztüren. Die alten Steinhäuser mit schmiedeeisernen Gittern gesicherten Fenstern und kleinen Balkonen mit Blumenkästen sind hervorragend restauriert. Ein Fleischer verkauft ökologisches – also Bio – Fleisch. Auf den Wiesen von Pueyo de Agaruàs nicht weit von Ainsa wächst die braune Rinderrasse und so probieren wir Pyrenäenfleisch, das 3 Wochen reifen durfte.

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Vom Castell sind nur noch die Außenmauern des Paradeplatzes erhalten, deren Balustrade begehbar ist und einen tollen Blick auf die Altstadt und die imposanten Gipfel des Pena Montanesa und Tucas mit über 2100 m bietet.

In einem Eckturm ist das interessante Eco Museum der pyrenäischen Fauna – mit Schwerpunkt Bartgeier - untergebracht, in dem verletzte, flugunfähige Vögel betreut werden.

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 Da einige der rieseigen Bartgeier, Adler und Eulen nicht mehr in der Freiheit überleben können, bleiben sie hier in Volieren und wir Besucher können sie von nahem betrachten.

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