Pyrenäen - Wasserfall Sorrosal

Der spektakuläre Wasserfall Sorrosal in Broto

Großartige Kaskade des Rio Sorrosal in den Pyrenäen 

Der Rio Sorrosal in den Pyrenäen bietet ein tolles Ausflugsziel mit einem phantastischen Wasserfall in Broto. Der Fluß selbst hat nur eine Länge von 13 km und ist ein wichtiger Nebenfluss des Ara, der durch das Bujaruelo und Broto Tal fließt und in den Cinca bei Ainsa mündet.

Von der Hauptstraße und einem Wohnmobil Platz in Broto sind es nur ein paar Hundert Meter und vor uns erhebt sich eine Felswand mit dem imposanten Sorrosal Wasserfall. Wie in einem natürlichen Amphitheater platziert, ergießt sich eine rauschende Wassermasse „todesmutig“ im Rahmen dieser Naturbühne in die Tiefe - im freien Fall in ein blau-grünes Wasserbecken.

Über kleine Stahlplanken laufen wir über den Sorrosal, steigen über dicke Felsbrocken und stehen am Fuß der Kaskade. Links vom Wasserfall entdecken wir hoch oben Leitern an der Felswand und „kleine“ Menschen besteigen sie bis zu einem Loch und verschwinden in einem Tunnel. Das ist der abenteuerliche Klettersteig mit Stahlstufen, Handseilen und langen Leitern an den senkrechten Wänden, um insgesamt 200 m Höhe bis zum Klettersteigeinstieg am Mirador del Pueyo zu überwinden. Wir werden die einfachere Route zum Mirador nehmen – nämlich als 6 km Rundwanderung von Broto – um auf den Wasserfall schauen zu können.

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klettersteig k3 broto sorrosal

Wie ist diese beeindruckende Landschaft entstanden?
Während der Eiszeit war hier das Land von einer 30 km langen und 370 m dicken Eiszunge bedeckt. Große Mengen von Sand und Gestein wurden bewegt und es entstand das heutige Broto Tal. Zur gleichen Zeit wurde der Rio Sorrosal vom einem kleinen Gletscher gespeist und die Wassermassen arbeiteten sich tief in das Gelände ein – es entstanden kleinere Täler wie Lianas de Broto. Die Kraft der Erosion des Flusses bildete Schluchten und Rinnen und auch heutzutage erodieren mehrere geologische Prozesse die Gesteine weiter.

Wasser und Sedimente, die über den Wasserfall rauschen, schnitzen noch immer am Panorama dieses natürlichen Amphitheaters. Gesteinsbrocken werden unterspült, fallen die Steilwand in die Tiefe und verändern unaufhörlich die Landschaft. An den Gesteinsformationen erkennen wir die gewaltigen Kräfte in Lagen, die sich bis zu 90 Grad verwinden, und auch in diversen verschiedenen Farbnuancen und Gesteinsarten, die sich auf- und nebeneinander schichten. Die kolossalen Steinwände sind phänomenal, wie sie senkrecht vor uns in „Blätterteigschichten“ so hoch aufsteigen, dass wir die Köpfe in den Nacken legen müssen, um die obere Kante 60 m über uns zu erfassen.

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