Alquézar

Alquézar - "Los Pueblos más bonitos de España"

Eindrücke und Impressionen vom mittelalterlichen Alquézar

Nach einem Einkaufs- und Waschmaschinen Stop in Barbastro kurven wir nach Alquézar, das auf einer felsigen Anhöhe in den südlichen Ausläufern der Pyrenäen am Ausgang einer Schlucht desRío Vero liegt.

Als wir uns nähern, sehen wir die Stadt auf 660 Metern Höhe auf einem der Berge parallel zu den Pyrenäen gelegen in der beeindruckende Kalksteinlandschaft der Sierra Guara , die vom Fluss Vero modelliert wurde, der im Laufe der Jahrtausende unglaubliche Schluchten, beeindruckende Klippen und Felsenhöhlen geschaffen hat. Alquezar ist im Verband der schönsten Städte Spaniens ausgezeichnet und verdankt seinen Namen der früheren Burg (al-Qasr). Der historische Ortskern wurde als Kulturgut (Bien de Interés Cultural) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico eingestuft.

rio vero

Wir sind echt gespannt nach der Menge Vorschuss Lorbeeren und finden schnell einen Platz für unser Wohnmobil am Ortsrand. Eigentlich ist es nur ein Parkplatz, aber jetzt im November wird wohl das Übernachten dort toleriert - wir reihen uns ein in die bunte Mischung der Womo-Reisenden aus Spanien, Frankreich, England, Belgien .....

Wir schlendern durch den alten Ortskern mit seinen engen Gassen und finden eine bunt Mischung an Häusern aus Natursteinmauerwerk als auch aus Ziegelsteinen, deren Obergeschoss teilweise auf Stützen ruhen, die durch mächtige Holzbalken miteinander verbunden sind.

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Über einigen Eingangstoren prangen Schweineknochen - sie sollen das Haus und seine Bewohner wohl vor Ungemach schützen.

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Die Häuser sind oft durch kleine Tunnelgänge miteinander verbunden. Ein besonderer Durchgang hat sogar einen Namen: "Pasador de Casa Lailla" - der Felsengrund ist durch die Jahrhunderte glatt poliert und hat seinen Spitznamen "la eslisadera" - Slipanlage oder Rutsche. Ca 300 Einwohner gibt es nur noch in diesem schönen Örtchen. Die meisten Gebäude sind  touristisch genutzt als  Appartments oder Hotels. Einen Lebensmittelladen finden wir nicht, nur einen kleinen Bäcker, Restaurants und Souvenirshops. 

Hoch über den Häusern erhebt sich die Kollegiatkirche „Colegiata de Santa María la Mayor“ an der Stelle der ehemaligen maurischen Festung (al-Qasr).Auf der Höhe eines felsigen Kamms, umgeben von tiefen Schluchten, baute der muslimische Jalaf ibn Rasd im 11. Jahrhundert eine Burg.

Der Felsspalt zum Barranco de Payuala hat die gleiche Form wie das Ohr des Dyonisos in Syrakus.

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Von der alten Festung aus dem 9. Jahrhundert sind noch Burgmauern und 3 Türme erhalten. Nach entrichten eines kleinen Obulus dürfen wir die Kollegiatskirche besichtigen. Erst besiedelten Einsiedlermönche die alte Burg bis sich der Augustinerorden anschloss. Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert erbaut - noch immer glänzen prunkvolle große Altäre und der Kreuzgang des Klosters. Von hier oben haben wir einen sensationellen Ausblick auf den Rio Vero und die wilden Schluchten, die er gebildet hat.

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