Erdpyramiden in Ritten in Südtirol

    Mit dem Wohnmobil nach Südtirol – die Rittner Erdpyramiden

    Wanderung zu den Rittner Erdpyramiden Lengmoos und Oberbozen in Südtirol

    Unser Reisetag von Deutschland nach Südtirol am Sonntag ist eine gute Wahl, denn die Autobahnen sind LKW-frei. So flitzen wir über die Brenner-Autobahn bis nach Bozen. Das Wetter beschert uns 2 Tage Regen und viele Wolken, aber dann klart es auf. Auf in die Berge – nach Lengmoos und Oberbozen zu den Erdpyramiden und zum Wandern auf und um den Rittner Horn.

    Die Serpentinenstraße, deren Steilhänge mit rot-violettem Porphyr Vulkan Gestein gebaut wurde, führt uns steil hinauf von 400 m auf 1200 m nach Klobenstein und Lengmoos, wo uns ein sonniger Parkplatz zum Erdpyramidenspaziergang einlädt.

    oberbozener erdpyramidenIn der Region Ritten gibt es mehrere Erdpyramiden, die in Lengmoos und Oberbozen sind die bekanntesten. An kaum einem anderen Ort sind diese Formationen so hoch und formschön, doch die Schönheit ist vergänglich. Während diese eine Pyramide vielleicht immer „höher“ wächst, fällt sie vielleicht schon bald zusammen, während weiter dort am Hang neue Pyramiden „heraus wittern“. Früher glaubten die Menschen, Geister oder Riesen seien am Werk gewesen. Heute wissen wir natürlich, wie die Rittner Erdpyramiden entstanden sind – durch ein Erosionsphänom des Moränenlehms. Wenn ein großer Stein im Lehm eingelagert ist, schützt dieser das darunter liegende Material vor Regen und bleibt also trocken und hart, während sich sonst der Lehm verflüssigt. So entstehen diese Erdsäulen, die eine Höhe von rund 30 m erreichen können.

    erdpyramiden oberbozen
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    oberbozen erdpyramideIn Lengmoos wandern wir eine Viertelstunde die Straße entlang, bevor ein kleiner Abzweig uns zum Aussichtspunkt auf diese Erdformationen führt. In Oberbozen verlangt es eine kleine Wanderung, bevor man mit dem Superausblick auf die Pyramiden belohnt wird. Unser Wohnmobil haben wir am Grubersee stationiert und fahren zum ersten Mal in Italien mit dem Motorroller - welch ein Luxus. In Oberbozen parken wir unser Zweirad am Bahnhof - wie praktisch, statt mit dem dicken Wohnmobil durch die kleine Ortsdurchfahrt zu zirkeln.

    Eine halbstündige Wanderung bringt uns hinab ins Tal zum ersten Aussichtspunkt. Eine weitere halbe Stunde geht es steiler hinab zu den nächsten Formationen. Hier stehen wir nun ganz nah an einer Pyramidenspitze, auf der ein Koloss von Felsbrocken als Deckstein thront.

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