Eugnella Nationalpark – Blackdown Tableland

Outbackfeeling in Queensland Eugnella Nationalpark – Blackdown Tableland

Wohnmobilreise in die Nationalparks und das Outback zum Goldsuchen in Queensland

Von Townsville führt eine Sackgasse in Eungella Nationalpark - nach 60 km geht es nur noch per Gravelroad durch den Busch. Eungella liegt auf 700 m - nach endlosem flachem Gelände mit leuchtend hellgrünen Zuckerrohrfeldern erreichen wir die bewaldeten Berge

eugnella np12 km steile Serpentinen geht es hinauf - von oben ist der Blick aus dem "Himmelsfenster" grandios - kann man nicht in Dunst sogar die Küste sehen?? 

Einen schoenen Wanderweg durch Palmenwald - Schnabeltiere im Flüsschen - eine tolle Wanderung zu einem Wasserfall - das macht ja richtig Freude. 3 Tage genießen wir einen netten Campingplatz - hier oben ist es uebrigens des Nachts lausig kalt - bis auf 9 Grad fällt die Temperatur, da können wir gut die 3 Schlafsäcke aus dem Camper brauchen.

Wir schauen nach dem Wetterbericht für die "Goldstadt Clermont" 33 Grad für die nächsten 3 Tage - dann wird es 3 Tage kühler - aber nur 3! Also machen wir erst noch einen Ausflug zu einem See - nur leider dürfen wir darin nicht schwimmen wie die Pelikane. Entschädigt werden wir mit einem knisternden Lagerfeuer und Possum-Besuch. Die 250 km bis Clermont fahren wir in 2 Etappen - wir wollen uns ja nicht beeilen....

sonnenuntergang im outback australien

33 Grad im Schatten - puh, das ist uns wirklich zu viel des Guten. Damit haben wir eigentlich auch nicht gerechnet - die Max-Temperatur im Winter liegt bei 26 Grad in Queensland - aber das ist wohl Schnee von gestern.

Wir sitzen im Schatten von Eukalyptusbaeumen am Teresia See nahe Clermont - ein leichtes Lueftchen weht hin und wieder - und warten auf den Sonnenuntergang und Kühle. 26 - 22 - 26 Grad sind für die kommenden Tage angesagt - ein richtiger Temperatur Sturz für Tage und die richtige Temperatur für Guenther. Warum? Na für die Goldfelder - mit der Lizenz ausgestattet ist er schon - jetzt fehlt nur noch das Glück. In der Nacht kühlt es aus 12 Grad ab - Juchhu!

hinterland queensland hitze im outback

In der Früh fahren wir zum McMaster Areal - wir oeffnen ein Gatter. Eine Schotterpiste führt um einen kleinen See herum - wir parken auf einem offenen Gelände - und schon haben wir Abenteuer Tage vor uns. Kakadu-Schwaerme kreischen, Krähen krächzen - ich knete einen Brotteig, schaue dabei aus dem Fenster - und da lugt ein Emu-Kopf hinter einer kleinen Erhebung hervor - der Vogel schreitet majestätisch weiter und ihm folgen kleine Emu-Kueken - das ist ja wirklich nicht zu fassen - 8 Kleine folgen flink der Mutter - nach einer Minute ist die kleine Schar im Wald verschwunden - doch auf meinem Photo sind sie mir erhalten. Wenig später springen 3 Kaenguruhs durchs Gebuesch - eine Schar Rinder grast gemächlich nicht weit entfernt – zum Frühstück am folgenden Morgen werden wir von einer Großfamilie Emus besucht- 10 ausgewachsene Riesenvögel schreiten gemächlich an unserem Camper vorbei – nur leider haben wir einer Tür geklappert, da sind sie geflüchtet.

emu in freier wildbahn

Nach 3 Tagen im Busch ....kein noch so klitzkleines Goldflake als Belohnung. Kein Wunder - so erfahren wir im Ort - jahrelang wurden hier von den Hobbysuchern die staatlichen Claims umgegraben - die Gemeinde jammert schon - kein Gold mehr zu finden - keine Touristen - Günther hat sich vergeblich abmueht.

Die weitere Fahrt durch die Edelsteingebiete geht flott - wir lassen uns bei einer Mine die Fundstücke zeigen - klitzkleine grüne nichtssagende Steinchen. Nichts wie weiter sagen wie uns. Rundherum hausen die Nimmermueden in kleinen Huetten oder Wohnwagen und graben bis zu 2 m tiefe Löcher ins Erdreich auf der Suche nach den wertvollen Saphiren.... Es konnte ja sein....

Blackdown Tableland ist für uns das Zauberwort, das uns lockt. 890 m hoch ragen plötzlich diese Tafelberge aus dem flachen öden Outback, das hier mit dutzenden Kohleminen die Chinesen mit Kohle versorgt. Schroffe Klippen ragen vor uns auf - eine serpentinenreiche steile Strasse führt hinauf, steile Abgründe neben der Strasse und riesige Felsbrocken in der saftig grünen Kulisse - welch ein Kontrast zur unter uns liegenden Ebene.

blackdown 2 blackdown 1

Wanderwege fuhren uns zu Aussichtspunkten und zu einer Felsenformation, die Kulisse für einen Dschungelfilm sein koennte. Lecker Steak vom Lagerfeuer, ein frecher Kokabura, der uns beim Essen ein Stück Fleisch aus der Pfanne stiebitzt – und ein Leguan, der um uns herumkrabbelt der auch gefüttert werden will?

gefällt mir !
5 von 5 - 53 Bewertungen
Vielen Dank für die Bewertung dieses Beitrags.