Barrancos des Gebas - 2

Wanderung durch die Barrancos de Gebas

Mandelbäume und Wüstenlandschaft an der Sierra de Espuna

Mandelbäume – soweit das Auge reicht. Prachtvoll  schimmernde Mandelplantagen erfreuten uns schon bei unserer Wohnmobil Fahrt von Archena über Mula nach Gebas. Bereits Mitte Januar erstrahlen sie ohne ein bisschen Blattgrün weiß und rosa vor leuchtend blauem Himmel.

15 Grad sind es tagsüber, nachts glitzert der Frost auf den Grashalmen. Wir streifen durch die Trockenbaugärten in  Richtung Casa Alta, einem kleinen Weiler auf dem Weg durch die Huerta de Abajos.

mandelbaeume

Die steinigen Böden sind mit schwerem Gerät aufgelockert. Wenn es hier einmal regnet, dann regnet es heftig und der ausgetrocknete Boden kann die Feuchtigkeit gar nicht aufnehmen. Das Wasser sich dann einfach seinen einfachsten Weg und sollen - wie wir es in Australien erlebten - reißende Flüsse entstehen. Deshalb - so denken wir uns - werden die Böden der bepflanzten  (und auch viele  nicht bepflanzten) Flächen durchpflügt. Die steinharte trockene Oberfläche wird aufgerissen und bildet so eine größere Fläche, auf der das dringend benötigte Wasser vielleicht stehen bleibt und langsam den kargen Boden bewässern.  Bewässerungsleitungen für Mandelbäume sind nicht zu entdecken in diesen Trockenbaugärten. Im Gegensatz dazu glänzt weiter unten in einem Tal als Kontrast zum cremefarbenen Boden ein Mandarinen- und Orangenhain in saftigem Grün, das Lebenselixier Wasser macht es in dieser Einöde möglich.

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Vorbei an duftenden Mandarinen auf kargem Grund klettert der Weg wieder ins unfruchtbare Ödland. Zwischen den gewaltigen lehmigen Hängen wandernd, erreichen wir eine der tiefsten Schluchten - unsere Umgebung könnte auch ein Spielfeld von Baggern, Walzen oder Radladern sein, die steile Fahrwege in das unwirtliche Gelände gegraben oder geschaufelt haben.

Wir verspüren den besonderen Charme dieser geschützten Landschaft der Barrancos de Gebas mit seinen tiefen Spuren, hinterlassen durch die vertikalen Erosionen. Furchen und Schluchten kerben die Böden und steile Hänge ohne Vegetation modellieren dieses Land  in tausend Formen durch Rillen, Löcher, kleine und große Schluchten, Dolinen und Wadis.

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Kein Stück Land gleicht einem anderen. Wir fühlen uns wie auf einem anderen Planeten - vielleicht wird deshalb dieser einzigartige Ort "Mondlandschaft von Gebas" genannt.

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Mergel und Gips sind die rosafarben, gelblichen, grauen oder beigen Lehme mit Einlagerungen von anderen löslichen Salzen - an manchen Hängen schimmern sogar schnee weisse Salzkristalle in der Sonne.

 

Wandertrack Daten: 9,41 km, Min Höhe 273 m, Max. Höhe 428 m

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