Cava d'Ispica

Wanderung im Frühling in der Cava d'Ispica

Üppige Vegetation und eine Eremitengrotte in der Cava d'Ispica

Ein sehr schön angelegter Spazierweg führt vom Städtchen entlang der Cava d'Ispica zum südlichen Schluchteingang. Dort haben wir unser Wohnmobil geparkt und unternehmen schöne Ausflüge in die Schlucht.

cava-d-ispica

Wir stehen direkt am Zugang der Schlucht und erwandern durch Zitrusgärten einige Kilometer den breiten Canyon, der über 13 km das Hyblaean-Plateau bis Modica durchschneidet. Die Schlucht ist teilweise 100 m tief und mehr 500 m breit und wird von 2 Flüssen durchquert – doch das Flussbett des Brusatione führt oberirdisch keinen Tropfen Wasser. Die steilen Wände sind wie Bienenwaben mit Höhlen gespickt.

eremo-1 eremeo

Eine davon ist für uns zugänglich: die „Grotta Eremo di Sant`llarione“. Über Felsterrassen geht es die Kalksteinfelsen hinauf, bevor wir uns um einen riesigen Felsbrocken zwängen und durch ein „Himmelstor“ durch eine Felsennase schreiten. Die Grotte ist ein viereckig geschlagener Raum von vielleicht 3x3 m mit einem kleinen Erinnerungsschildchen.

am wegesrand zitrusgarten

Die Vegetation der Cava d'Ìspica ist wirklich üppig entwickelt – die wilden Orangen sind zitronensauer, die Mispeln – Nespole auf italienisch - herrlich fruchtig als Kompott.

johannisbrot zitronen walnuss

Johannisbrotbäume – Carrubo auf italienisch - tragen neben ihren braunen Schoten schon wieder neue in grün. Die Provinz Ragusa produziert 70 % des sizilianischen Johannisbrotes. Die Araber haben die Samen, die immer 0,18 g wiegen, sogar als Gewichtsmaß für Gold und Edelsteine genutzt. Die bis zu 20 cm langen Hülsenfrüchte werden heute als gutes Verdickungsmittel genutzt. Direkt an unserem Wohnmobil steht ein dicker Baum, dessen Johannisbrot von den Einheimischen in einem großen Korb eingesammelt wird. Die Walnussbäume im Tal sind riesig hoch und jetzt im Frühjahr kommen die ersten Blätter und wir sehen die Rispen, an denen sich die Walnüsse bilden.

mohnblumen pink

Der Frühling hat auf Sizilien einiges zu bieten, wenn es um eine bunte Blütenpracht geht. Rundherum wandeln wir wie durch Park voller bunter Blumen und Blüten. Es duftet und blüht, die Sonne brennt nicht, sondern wärmt angenehm.

blau rosa gelb weiss

Überall sprießt und gedeiht es mediterran. Die Ranken der Malven nutzen selbst die letzten Mauerritzen. Zitronen- und Orangen blühen um die Wette. Die Früchte der üppig Mispelbäume leuchten aprikosenfarben und alle frühen Blumen setzen sich millionenfach ein: Über alle Wegesränder, Wiesen und Feder breitet sich ein bunter Teppich aus. Unglaublich zarte Düfte in der Luft hängen.

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